physiotherapeutische Wettkampfvorbereitung

Zielsetzung: Leistungsoptimierung - Verbesserung der Regeneration - Idealmodel

Sporttherapie: Sie wird klassifiziert in:

 1.Trainingsmassage
2.Wettkampfvorbereitende Massage
3.Zwischenmassage
4.Regenerationsmassage

Durch intensives Training oder in Wettkampfphasen können extreme Überlastungen und damit verbunden auch Verspannungen im Bewegungsapparat verursacht werden. Diese wirken negativ auf die Bewegungs- und Leistungsfähigkeit der Muskeln. Folglich entsteht eine Bewegungseinschränkung in Form von Radius und Geschwindigkeit, auch ist natürlich die Kraftentfaltung reduziert. Die nun entstandenen Bewegungseinschränkungen irritieren so auch die Propriorezeptoren, so dass auch die Koordination nicht gut  gewährleistet werden kann. Ein starker Leistungsverlust in der Geschwindigkeit und Qualität der Bewegung sind die Folge. Unter Propriorezeption versteht man körpereigene Musketonus- und Längenmessungen durch Tastkörperchen vor allem in Gelenksnähe, die durch das Gehirn erfasst und auswertet werden, um gezielte Informationen sowohl für den Bewegungsbedarfs des Muskels als auch für den gesamten Körper weiterzuleiten. Die Verletzungsgefahr steigt zunehmend mit einer Einschränkung der propriozeptiven Sensibilitätsleistung.

Regenerationsmassage

1. Behandlungsziel
Regeneration (Symptome der peripheren Ermüdung).
Es soll dabei die kathabole-(abbauende) Ausgangslage zu einer anabolen Ausgangslage gebracht werden. Weiterhin sollen Überlastungsschäden und Überlastungsreaktionen behandelt werden.

Behandlungsschwerpunkt:
■ Regeneration der Muskulatur
2. Behandlungsprinzipien
Die Regenerationsmassage erfolgt nach den aktiven Regenerationsmaßnahmen (Abwärmen=cool down) und wird oftmals mit anderen Maßnahmen wie Bewegungsbäder (Entmüdungsbecken) oder Infrarot-Brücke behandelt. Die Massage soll langsam, dehnend, auflockernd im Sinne einer Durchblutungsförderung und Rückflussförderung durchgeführt werden.

Massagegriffe:
■ Lymphdrainage
■ Knetungen
■ Schüttlungen

Die Massage wird nach dem Wettkampf durchgeführt!

Dauer der Massage: 20-30 Minuten!



Trainingsmassage

Durch aktives Training können Verspannungen verursacht werden. Diese wirken negativ auf die Bewegungsfähigkeit der Gelenkkapseln. Folglich entsteht eine Bewegungseinschränkung der betroffenen Gelenke und somit gleichzeitig des gesamten Körpers. Die nun entstandenen Bewegungseinschränkungen irritieren die Propriorezeptionen, so dass weder optimale Beweglichkeit noch Koordination gewährleistet sind. Unter Propriorezeption versteht man körpereigene Muskellängenmessungen, die durch das Gehirn erfasst und auswertet werden, um gezielte Informationen sowohl für den Bewegungsbedarfs des Muskels als auch für den gesamten Körper weiterzuleiten.


1. Behandlungsziel
Bei der Neu- oder Wiederaufnahme des Trainings soll die Massage die Anpassungsvorgänge des Pferdekörpers auf dem Weg zur Hochleistung unterstützen.


Behandlungsschwerpunkt:

■ Lockerung und Entmüdung der Muskulatur
■ Betreuung von Verletzungen
2. Behandlungsprinzipien

Die Massage soll schonend und nicht schmerzhaft für das Pferd durchgeführt werden.

Massagegriffe:
■ Schüttlungen
■ Knetungen
■ Dehnungen
■ Lymphdrainage

Die Massage wird nach dem Training durchgeführt!

Dauer der Massage: ca. 30 Minuten





Wettkampfvorbereitende Massage

1. Behandlungsziel
Bei der Wettkampfvorbereitung soll die Sportmassage allgemein stimulierend wirken, so dass die bevorstehende Leistung optimiert werden kann.

Behandlungsschwerpunkt:
■ Tonisierung der Muskulatur (Erhöhung von Grundspannung der Muskulatur).
2. Behandlungsprinzipien
Die Muskulatur wird mit kurzdehnenden Grifftechniken massiert (Perkussionsmassage).

Massagegriffe:
■ schnelle Knetungen
■ schnelle, kurze Dehnungen
■ Tapatement (Hacken, Klatschen, Klopfen)

Die Massage wird vor dem Warmmachen durchgeführt!

Dauer der Massage: ca. 25 Minuten


Zwischenmassage
1. Behandlungsziel
Die Muskulatur auf die neue Beanspruchnung vorbereiten.

Behandlungsschwerpunkt:
■ Lockerung und Regeneration (keine Detonisierung).

2. Behandlungsprinzipien
Die Massage soll leicht und nicht schmerzhaft durchgeführt werden.

Massagegriffe:
■ Schüttlungen
■ schnelle Knetungen
■ schnelle Streichungen

Die Massage wird in den Wettkampfphasen durchgeführt!

Dauer der Massage: ca. 25 Minuten

Periphere Ermüdung: Deutliche Abnahme der Muskelleistung des Pferdes bei einer intensiven Belastung oberhalb der Dauerleistungsgrenze, wenn die Erschlaffungsphase (der Muskulatur) nicht ausreicht, um Defizite auszugleichen (z. B. Sauerstoff- oder Glucose Mangel ).

Symptome:
1.Verlangsamung der Bewegung
2.Koordination lässt nach
3.Schwere Extremitäten

Zentrale Ermüdung:
Störung im Zwischenspiel Zentraler Zentren z.B. sensorischer Cortex und Kleinhirnmotoneurone. Das Zusammenspiel wird auffällig bei physischer und psychischer Überforderung.

Symptome:
1.Konzentration lässt nach
2.Koordination lässt nach
3.Schwere Extremitäten
4.Verlangsamung der Bewegung

Behandlungsaufbau

1. Behandlungsziel
2. Behandlungsprinzipien